A Rivalry of Hearts – von Tessonja Odette

von NalaBetween | 19. Oktober 2026 | 0 Kommentare

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Spoiler.

Das Buch A Rivalry of Hearts ist ein Stand Alone in der Fea Flings and Corset Strings Reihe. Wie ich später herausfand, spielen diese Geschichten in der selben Welt wie die Bücher der Reihen The Fair Isle Trilogy und Entangled with Fae welche ich definitiv noch lesen möchte. 

Historischer Fantasy Slow Burn  

Wie zur Hölle konnte Flirten mit Edwina in einer Wette enden, in der ich mit jemand anderen schlafen soll, die nicht sie ist?

- Auszug aus dem Buch. 

Klappentext

"Sie sagen, feilsche nie mit dem Feenvolk. Ebenso heisst es, man solle sich nicht vom Feenwein berauschen lassen. Und doch hat es die Liebesroman Autorin Edwina Danforth geschafft, bei ihrem ersten Besuch im Feenreich gleich beide Fehler zu begehen. Nun steckt sie in einer magisch besiegelten Wette fest, an die sie sich kaum erinnert. Mit einem Mann, den sie am liebsten vergessen würde. Die Bedingungen? Wer während der einmonatigen gemeinsamen Buch Tour die meisten Liebhaber ins Bett bekommt, gewinnt den begehrten Verlagsvertrag.

Ihr gutaussehender Rivale aus dem Feenreich, William Haywood, stellt eine noch größere Herausforderung dar. Sein Aussehen ist ebenso nervtötend perfekt wie sein Ruf hinter verschlossenen Türen, doch er hat seine ganz eigenen Gründe, auf Sieg zu spielen – und er wird sich nicht kampflos geschlagen geben. Es sei denn natürlich, es geht um eine ganz andere Art des „Sich-Geschlagen-Gebens.  Edwina und William liefern sich ein romantisches Duell. Doch was geschieht, wenn sich herausstellt, dass sie selbst… die Objekte ihrer Begierde sind?"

- Auszug aus dem Klappentext

Was uns erwartet

Der Klappentext erzählt schon sehr viel, was uns auf dieser Reise erwartet. Ein Verlagsvertrag und zwei AutorInnen, die ihn möchten. Eine Nacht mit viel Feenwein und Edwina lässt sich betrunken auf die Wette ein. Die Reise führt die beiden mit zwei Begleitern durch die Feenreiche, in der Edwina nicht nur die Länder besser kennenlernt, sondern auch William. 

Ansonsten erwartet uns viel Slow Burn, Witz und eine schöne Menge an Spice.

Die Charaktere

Auch hier in diesem Blog macht Sinn kurz auf die Charaktere einzugehen, welche im Buch vorkommen. Grundsätzlich empfand ich jeden Charakter als wohlüberlegt, mit Ecken und Kanten. Jeder besitzt seine eigene Geschichte, hat Tiefe und man merkt, dass die Welt, in der dieses Buch spielt, sehr tiefgründig ist und Tessonja viel Zeit und Gedanken investiert hat. Ich werde auf die Begleitpersonen, Monty und Daphne nicht besonders eingehen, da diese im nachfolgenden Buch ihre Geschichte haben werden. 

  • Edwina: Unsere eigenständige, Dickköpfige und selbstbewusste menschliche Protagonistin. Ich empfand sie mehrheitlich sehr angenehm zu lesen, auch wenn sie mir im Moment der Entstehung der Wette etwas naiv vorkam. Edwina weiss genau, was sie möchte (mit Ausnahme von William natürlich) und weiss auch, wie sie es bekommt. Ich empfand sie als Starke Persönlichkeit und hatte das Gefühl, dass die Autorin sich viel Gedanken bei Edwina gemacht hat. Sie ist definitiv keine Hilflose Frau, die von jemanden gerettet werden muss. Es hat mir sehr gefallen, eine Protagonistin zu lesen, die einen starken Charakter besitzt.
  • William: Der Charismatische Fae, welcher Edwinas Rivale ist. Er ist ein grüblerischer, geheimnisvoller Mann, mit einer Hintergrundgeschichte, die ihn geformt und geprägt hat. Ich empfand William aber auch als sehr herzlich, beschützend und sinnlich. Will verfällt Edwina zuerst, was der ganzen Geschichte einen schönen Kick gibt.
  • Monty und Daphne: Sie beide arbeiten für den Verlag und sind für die Tour zuständig. Während Monty wie Edwina ein Mensch ist, ist Daphne eine Fee in ihrer "natürlichen" Form und begleitet die Gruppe als eine Art Marder. Monty sieht sich als Matchmaker und nimmt sich vor, Edwina und William zu verkuppeln.

Über die Geschichte 

Beginnen wir mit der Wette, bei der ich das dringende Bedürfnisse hatte, die Protagonistin zu schütteln und die Augen verdrehen musste. Für die Geschichte ist sie absolut relevant und gibt dem Plot diverse Grundlagen zur Entwicklung vor. Ich bin kein grosser Fan davon, Wetten als Hauptgrund einer Geschichte zu haben.  In A Rivalry of Hearts wirkt der Anteil der Wette anfangs sehr gross und ich hatte die Befürchtung, dass sich der Plot und die Romantik aufgezwungen wirken könnte. Im Verlauf des Buches aber, gerät die Wette etwas in den Hintergrund, aber ohne, dass sie vergessen geht. Die Wichtigkeit verliert sich ein wenig und trotzdem bleibt die Wette ein sehr wichtiger Bestandteil des Plots. Schliesslich bauen sich diverse Entscheidungen darauf auf. Was ich damit sagen möchte, ist, dass die Wette ein Grundstein des Plots ist, der immer wieder erwähnt wird, aber es dreht sich nicht alles darum. Meine Befürchtung war also kein Thema. Die Romantik entwickelt sich natürlich, ohne Druck und ohne, dass es sich Aufgezwungen anfühlt. Die Wette ist ein Nebenprodukt, das Ko-Existiert und einen Rahmen vorgibt, ohne einzuschränken.

Ich war von Anfang an gefesselt. Die Geschichte ist mit viel Witz und viel Liebe geschrieben worden. Die Welt hat Substanz und ist durchdacht, man merkt wirklich, dass Tessonja sich viele Gedanken gemacht hat. Es gibt von Anfang an einen Roten Faden, der sich durchzieht. Das Buch ist fliessend zu lesen und absolut spannend. Das Buch ist eine Achterbahn der Gefühle, im positiven Sinne. Ich konnte mein Kindle kaum ablegen, so interessiert war ich an der Geschichte.

Eine Situation, die ich Buch geliebt habe, war, dass Edwina und William in einem abgelegenen Teil eines Gebäudes landen, der definitiv 18+ ist. William versucht Edwina zu erklären, dass sie sich in einem Voyeurismus Bereich befinden und denkt, dass Edwina von dieser Info abgeschreckt sein wird. Edwina, die Smut Autorin, ist hellbegeistert und geht für Recherchezwecken weiter. Ich musste so lachen und es ist definitiv einer meiner lieblingsstellen im Buch.

Im Verlauf der Geschichte verlieben sich die beiden ineinander, können es sich und dem anderen jedoch nicht eingestehen. Die Romantische Dynamik der beiden ist ein Paradebeispiel für eine Slow Burn Geschichte. Und ich habe jede Sekunde davon genossen. Diese kleinen, aber feinen Momente, in denen man denkt: Endlich küssen sie sich, nur um dann enttäuscht zu werden, weil jemand in den Raum platzt. Ihre Liebesgeschichte zu lesen ist fesselnd. Ich habe mit gefiebert und die Funken zwischen den beiden Charakteren förmlich gespürt. Bis der erste Romantische Kontakt stattfindet, dauert es eine Weile aber der Aufbau ist sehr gut geschrieben und man kann es kaum erwarten, dass sie sich endlich näher kommen.

Fazit

Wer es mag, auf guten Smut zu warten und Bridgerton gut fand, wird dieses Buch mögen. A Rivalry of Hearts ist Historischer Fantasy mit starken Charakteren und eine Geschichte die Fesselt. Ich würde diese Buch definitiv weiter empfehlen.

 

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