Hinweis: Dieser Beitrag enthält Spoiler.
Das Buch besitzt 433 Seiten und ist auf Englisch bei Kindle Unlimited zu lesen.
Ich werde den Klappentext nicht komplett & wortwörtlich übersetzen, wer möchte, kann es sich auf Amazon genauer ansehen. Der wichtigste Punkt, aus dem Klappentext jedoch werde ich Übersetzen, denn darauf komme ich gleich zurück:
«Wenn Hailey`s attraktiver Ork Nachbar plötzlich verschwindet, vertraut sie auf ihr Bauchgefühl und ruft bei der Monster Hotline um Hilfe. Sie wusste nicht, dass dieser Anruf ihr Leben für immer verändern würde und dass sie die Person sein würde, welche das Monster Krisen Team retten würde.»
Nur ein Katzensprung
Der Unterschied von meinem All Time Favorite zu Monster Smut ist ein Riesensprung. Und wer von euch Lesern sich mit meinem Über mich Post beschäftigt hat, weiss, ich lese sehr gerne diversen (und hauptsächlich) Smut. Ich mochte schon immer Fantasy Romane mit Romanzen zwischen Menschen und Werwolf, Vampir, Dämon und was es sonst noch so alles gibt. Früher waren diese Romanzen eher für Jugendliche ohne Spice. Heute ist es New Adult aber mit Monstern und sehr viel Spice. Also für mich ein sehr normales Buch in meinem Lesealltag.
Dieses Buch habe ich einige Tage vor dem Posten dieses Blogs zu Ende gelesen und war so darüber enttäuscht, dass ich euch einfach erzählen muss, was mich daran gestört hat.
Zum Plot
Damit wir alle auf derselben Seite sind und ein Verständnis zu meinen Pros und Contras haben, erkläre ich kurz den Plot so, wie ich ihn verstanden habe.
Hailey, die Protagonistin, wuchs mit Anti-Monster Eltern auf, welche sie vernachlässigten und schlussendlich auf einer Demo gegen Monster verstarben. Hailey, welche den Monstern gegenüber offen ist, ruft bei der Creature Crisis Hotline an, weil sie ihren attraktiven Ork (Eric) Nachbar seit einer Weile nicht gesehen hat und ihr Bauchgefühl sagt, da stimmt was nicht. Die Hotline ist eine Monster Krisen Hotline, welche von Monstern betrieben wird, welche dann auch zur Hilfe eilen. Dort wird sie mit Otis verbunden, welcher sich später als ein Minotaurus entpuppt. Otis, der Team Chef der Rettungsgruppe 1 versichert Hailey, dass sie vorbeikommen und sich der Sache annehmen. Gemeinsam bergen sie Eric aus seiner Wohnung, woraufhin bei ihm eine Clan- und Mate Sickness diagnostiziert wird. Daraufhin muss Hailey mit ins Büro der Hotline kommen, um dabei zu helfen, Eric wieder gesund zu bekommen. Hailey hilft selbstlos dabei und lernt währenddessen die restlichen Teammitglieder kennen, lieben und löst die Probleme der Monster. Normalerweise arbeitet Hailey in einem Diner, sie wird dann jedoch als Telefonistin in der Hotline angestellt, damit sie in Sicherheit ist.
Folgende Monster spielen in diesem Buch eine Rolle:
- Eric der attraktive Ork Nachbar, mit dem Hailey über Wochen kaum ein Wort gewechselt hat, sie ihn aber schon immer super großartig fand, welcher ohne seinen Clan lebt.
- Syke der superheisse, broody und selbstsicher Dämon ohne eigene Gefühle, der sich an Gefühlen anderer ernährt.
- Louis der auch superheisse Werwolf, mit Goldenretriver sunny boy Energie.
- Ilyas der sexy Gargoyle, der nachdenkliche ruhige Mann, welcher sein Interesse nicht zeigt.
- Otis der Minotaurus, der alles im Griff hat und lieber schweigt, als sich sein Glück zu holen.
Weil man lieber mit was Positivem startet
Das Buch startet sehr stark und sehr spannend. Der Einstieg mit dem Prolog als Rückblende zu Haileys Kindheit war sinnvoll und gab einen kleinen roten Faden vor, der später immer wieder aufgenommen wurde. Er zeigt uns eine Richtung auf und gibt uns wichtige Informationen über die Charakteristik von Hailey und erklärt uns ein wenig die Welt, in der wir uns gerade befinden.
Auch er Beginn des ersten Kapitels ist spannend und der Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart ist gut erzählt. Es macht Lust herauszufinden, was passiert mit Eric und wird er wieder gesund? Was hat das alles auf sich und was hat Hailey damit zu tun?
Die Idee des Plots finde ich sehr interessant, weswegen ich vermutlich so enttäuscht darüber bin, dass es mir nicht gefallen hat. Das es eine Hotline für Monster gibt, bei der man anrufen kann, wenn man als Mensch (oder auch als Monster) Hilfe benötigt, finde ich sehr erfrischend. Es wirkte, wie eine Storie die mir sehr viel versprach.
Der Schreibstil ist gut und das Buch lässt sich grundsätzlich fliessend und klar lesen. Ich glaube, dass Grace eine großartige Idee hatte.
Der Klappentext und die unklare Kommunikation über den Inhalt des Buches
Beim Beginnen des Buches, ging ich davon aus, dass sich eine Liebe zwischen Hailey, dem Ork Eric und dem Minotaurus Otis entwickeln würde. Was man meiner Meinung nach, vom Blick auf das Cover erwarten konnte. Nach wenigen Kapiteln wurde die Perspektive von Hailey auf ein Mitglied des Monster Team gewechselt, von dem ich nicht einmal wusste, dass er eine Option ist. Überrascht über diese «Wendung», dass nun ein weiteres Monster im Rennen ist, habe ich im Kindle zurück auf das Cover geblättert und erneut den Klappentext gelesen, um herauszufinden, ob ich das Überlesen habe.
Grundsätzlich ist das nichts Schlimmes, manchmal können Überraschungen schön sein und als Monster Smut Reader finde ich, darf man da nicht «wählerisch» sein. The more the merrier oder wie man so schön sagt. Man liest aus Gründen Why Choose und Monster Smut, nicht wahr? Und trotzdem war ich überrascht und verwirrt. Woher kommt den auf einmal dieser mögliche zusätzliche Love Interest? Warum sind nicht alle auf dem Cover abgebildet, wenn es fünf Monster gibt, welche Hailey wollen? Vielleicht bin ich verwöhnt und das ist Kritik auf hohem Niveau, aber ein kleiner Hinweis, wäre schon nett gewesen. Für mich war es nicht ersichtlich, dass es mehr als zwei Love Interest gibt.
Was stört mich am Plot
Es geschehen Dinge im Plot die keinen Sinn ergeben, nicht wieder vorkommen, nicht aufgeklärt werden und auch keine bis kaum Konsequenzen davontragen. Hailey hat im Buch nicht wirklich eine Krise, die sie zu bewältigen hat und die einzige, welche einigermassen angedeutet wird, wird einfach nicht weitergeführt: Sie wird ca. in der Hälfte des Buches von einem Mann angegriffen, welcher mit ihren Anti-Monster Eltern damals auf der Demo war und aus irgendwelchen Gründen etwas dagegen hat, dass sie sich mit Monstern umgibt, bedroht sie an einem random Abend vor der Monster Hotline. Ihr wird gedroht, dass man sie umbringt, weil sie mit Monstern zusammen ist und wenn sie es jemanden erzählt, würde eine Bombe im Büro losgehen. Sie erzählt die Situation Otis, aber es passiert nie etwas. Im Rest der Geschichte, kommt dieses Thema nie wieder auf und es wirkt wie ein leeres Versprechen oder als hätte man diese angedeutete Krise vergessen.
Die Heldenreise der Protagonistin ist bei 20% des Buches durch und alles danach wirkt für mich nicht wohl überlegt. Im Rest des Buches wirkt sie wie ein Nebencharakter, denn die Geschichte dreht sich danach um die Probleme der Monster und darum, wie man diese Löst. Hailey ist dabei die Lösung für alles und handelt alles ohne stark sichtbare Probleme.
Manche Dialoge fühlen sich Hohl und füllend an, ohne Zweck und Sinn. Mir ist bewusst, dass es Parts in Büchern gibt, die einfach gefüllt werden müssen, damit man in der Geschichte weiterkommt. Aber diese Füller waren nicht informativ oder relevant. Ich denke, man hätte sich besser überlegen müssen, wie der Plot sich entwickelt, bewegt und wie sich die Heldenreise der Protagonistin entwickelt. Das es diverse Perspektiven gibt, kenne ich aus anderen Why Choose Büchern und finde das eine sehr wichtige und gute Art des Storytellings. Es muss nur Sinn ergeben.
Das grosse Hauptproblem dieses Buches sind die Charaktere und ihre Probleme
Es braucht vielleicht 10% des Buches, bis Hailey mit Ork Eric zusammenkommt. Sein Problem, welches sich durch die Geschichte zieht und eigentlich Sinn macht, ist dass sein Vater ihn wegen seiner gleichgeschlechtigen Liebe verstösst und somit dafür sorgt, dass Eric zu keinem weiteren Clan gehen kann. Dies ist auch der Grund, warum Eric unter der Clan Sickness leidet. Dazu kommt, dass Eric sich eines Abends hinter dem Diner an der Mülltonne versteckt und hungrig und schmutzig, wie er ist, von der lieben Hailey entdeckt wird. Sie schenkt ihm Essen, worauf hin er sich auf sie bindet, ohne Haileys wissen. Hier entsteht das sogenannte Mate Bond, welches ihm dann später eine Mate Sickness verursacht. Wir schauen nicht darüber hinweg, dass Eric darauffolgend Hailey stalkt um dann in die leere Wohnung neben ihr zieht.
Auch wenn Hailey davon spricht, dass sie ihn von Anfang an attraktiv fand, beginnt diese Beziehung damit, dass sie zusammen sein müssen, weil er ihr dieses Band aufdrückt. Das Problem des Clans ist noch nicht behoben und kommt später wieder auf. Den Rest der Geschichte verbringen wir damit, die anderen Monster und ihre dazu gehörenden Probleme zu sammeln und irgendwie zu lösen.
Wir haben drei Monster die einzelnen Probleme und Krisen mit in die Geschichte bringen, was per se okay wäre, wenn die Probleme im Plot wirklich Sinn ergeben würden und nicht als Grund zur Bindung benutzt worden wären. Die Probleme fühlen sich generiert und aufgezwungen an und machen für mich nichts Relevantes mit dem Plot, ausser dass man darüber frustriert ist. So, als müsste man zwingend einen Grund haben, warum Hailey auch noch mit ihnen zusammenkommt, aber es fällt einem nichts Gutes ein. Folgend mehr darüber.
Nach Erik kommt der Dämon. Syke tötet für Hailey einen Menschen, welcher nach einer Konfrontation im Diner bei ihr einbricht und ihr «Menschenverstand» einprügeln möchte. Syke rettet sie und tut damit etwas Gutes, was sich als Dämon natürlich nicht gehört. Die Dämonen und Engelfront bekommen das mit und wollen Syke dafür zurück in die Hölle schicken. Damit er nicht in die Hölle gehen muss, lügt er seinen Dämonen Boss an und sagt, dass er mit Hailey zusammen ist und sie als Gefährtin beschützt hat. Hailey muss für ihn also vor einem Erzengel lügen und ihn davon überzeugen, dass das stimmt. Damit es eine nicht so schwere Lüge ist, soll sie mit ihm schlafen und dabei wird sie von Eric begleitet. Und wie es nun mal so ist, findet Hailey den Dämon heiss und hat keinerlei Probleme damit mit ihrem neuen Partner und dem Dämon einen dreier zu haben und darauffolgend einen Erzengel anzulügen. Alles funktioniert, der Dämon ist frei und Hailey hat nun zwei Monster, welche mit ihr zusammen sind, weil sie ein Problem für sie löst.
Nach dem Dämon folgt der Werwolf. Louis, welcher sich in die beiden verliebt, gesteht ihnen das sein Wolf Hailey und Eric als Teil seines Packs sieht. Und dass er sie gerne als Gefährte hätte. Die beiden sind auch hier sehr schnell überzeugt und das kleine anfängliche Zögern der beiden wirkt eher so, als wäre es ein Versuch der Autorin die Geschichte nicht zu überstürzen und etwas Spannung reinzubringen.
Fast zu Letzt kommt der Gargoyle. Ilyas hält sich anfangs eher zurück, aus seiner Sicht ist es nicht immer ganz erkenntlich, dass er auf die beiden steht und sich eine Romanze auftun würde. Ilyas wird von seinem Familienoberhaupt dazu genötigt, in eine andere Gargoyle Familie einzuheiraten, was er natürlich nicht möchte. Syke empfiehlt ihm, sich mit Eric zusammen zu tun, da dieser ja immer noch unter der Clan Sickness leidet. Schlussendlich bandelt er sich dann mit Eric und Hailey an, aber eher aus der Not heraus, nicht verheiratet werden zu wollen und sein Interesse und Liebe an den beiden wirkt plötzlich. Für mich wirkte es wieder so. als käme diese Liebe nur zustande, weil Hailey damit das Problem löst.
Zu guter Letzt folgt der Minotaurus. Otis braucht 95% des Buches, damit er ihr die «Liebe» gesteht. Die Geschichte verkauft Otis als ein ruhiger, gesonnener und überlegter Mann, welcher sich lieber zurücknimmt als sich das zu nehmen, was er möchte. Wir lieben alle diese nachdenklichen Männer, die zurückhaltend sind und im Hintergrund sind. Das Beobachten und dich dann damit überraschen, indem er dir den Schmuck kaufen, den du zum fünften Mal im Store angesehen hast. Bei Otis war das nur anstrengend. Das zusammenkommen der beiden wirkt nach dem Langen Herauszögern überhastet und lieblos. So, als wäre es der Autorin eingefallen, dass er ja auch noch dabei war.
Ich hatte oft das Gefühl, dass die Charaktere nicht ganz fertig ausgedacht waren und deswegen, nicht in den Plot passten.
Fazit
Dieses Buch startet sehr stark, die Idee des Plots ist super. Der Schreibstil ist fliessend und macht trotz Inhaltlichen Problemen Spass beim Lesen. Der Plot hingegen brauch Überarbeitung und mehr Struktur.
2 von 5 Sternen, empfehle ich nicht weiter













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